Ein Unfall kann jederzeit passieren – auf der Straße, im Haushalt, beim Sport oder im öffentlichen Raum. Viele Menschen sind unsicher, wie sie reagieren sollen, wenn sie plötzlich Zeuge werden. Dabei kann schon ein kleiner Einsatz einen großen Unterschied machen.
Hier erfährst du einfach und verständlich, welche Schritte wirklich wichtig sind und wie du sicher hilfst, ohne dich selbst in Gefahr zu bringen.
1. Warum Zeugen eine so wichtige Rolle spielen
Oft sind Zeugen die ersten Personen am Unfallort.
Sie sehen, was passiert ist, können:
- Hilfe rufen
- Verletzte beruhigen
- Erste Maßnahmen einleiten
- wichtige Informationen liefern
Auch wenn Notärzte und Polizei später übernehmen — die ersten Sekunden und Minuten zählen. Erfahre hier mehr zum Thema erste Hilfe.
2. Erste Regel: Selbst in Sicherheit bleiben
Bevor du hilfst, stelle sicher, dass du dich selbst nicht in Gefahr bringst.
- Bei Unfällen im Straßenverkehr: Abstand halten, Warnblinker einschalten, Warndreieck aufstellen.
- In Gebäuden: Auf mögliche Gefahren achten (Strom, Feuer, herabfallende Teile).
Nur wer selbst sicher ist, kann anderen helfen.
3. Notruf absetzen – schnell und klar
Der Notruf funktioniert europaweit unter 112.
Halte dich an das einfache 5-W-Schema:
- Wo ist es passiert?
- Was ist passiert?
- Wie viele Personen sind betroffen?
- Welche Art von Verletzungen oder Gefahren gibt es?
- Warten auf Rückfragen.
Je genauer die Angaben, desto schneller kann Hilfe kommen.
4. Verletzte beruhigen – mehr Wirkung als man denkt
Bleib ruhig, sprich klar, nimm Blickkontakt auf.
- „Hilfe ist unterwegs.“
- „Ich bleibe bei Ihnen.“
- „Atmen Sie ruhig weiter.“
Allein deine Anwesenheit kann Panik reduzieren und das Gefühl von Sicherheit stärken.

5. Unfallstelle sichern – aber mit Bedacht
Bei Verkehrsunfällen:
- Warnblinker einschalten
- Warnweste anziehen
- Warndreieck aufstellen (bei 50 km/h = 50 m Entfernung, Landstraße = 100 m)
So schützt du dich, die Unfallbeteiligten und nachfolgende Fahrzeuge.
6. Nur helfen, wenn du es kannst – und darfst
Du musst keine medizinischen Höchstleistungen erbringen.
Es reicht:
- Wunden abdecken
- stabile Seitenlage
- bei Bewusstlosigkeit Atemwege freimachen
- bei Herzstillstand mit der Herzdruckmassage beginnen (30× drücken, 2× beatmen – oder nur drücken)
Wenn du unsicher bist, bleib da, sprich beruhigend — auch das ist Hilfe.
7. Dokumentation & wichtige Hinweise für später
Als Zeuge spielst du eine wichtige Rolle bei der Klärung des Unfallhergangs.
Mache, wenn möglich:
- Fotos (Abstand, Schäden, Positionen)
- Notizen
- Merke dir Details (Ablauf, Geschwindigkeit, Fahrtrichtung, Sichtbedingungen)
Gerade bei Verkehrsunfällen sind korrekte Informationen wichtig — etwa für Polizei, Versicherungen oder später einen KFZ Gutachter.
8. Warum du niemals einfach weitergehen solltest
Viele glauben, kleine Unfälle seien „nicht so schlimm“.
Aber:
- Verletzte sind oft unter Schock
- Schäden können schwerer sein, als sie aussehen
- Unfallbeteiligte brauchen Unterstützung
Als Zeuge hast du eine moralische — und in Deutschland eine rechtliche — Pflicht zur Hilfeleistung.
9. Nach dem Ereignis: sich selbst nicht vergessen
Zeuge eines Unfalls zu werden, kann belasten.
- Rede mit jemandem über das Erlebte
- Nimm dir Zeit, wieder runterzukommen
- Gehe behutsam mit dir selbst um
Emotionale Nachwirkungen sind normal und kein Zeichen von Schwäche.
Fazit
Wer Zeuge eines Unfalls wird, ist oft der erste wichtige Helfer vor Ort.
Mit Ruhe, klarem Handeln und einem sicheren Überblick kannst du entscheidend dazu beitragen, dass Menschen geschützt, beruhigt und versorgt werden.
Jeder kann helfen — auch ohne Spezialwissen.
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